Mittwoch, 26. Oktober 2016

Gran Selezione - da mag der Gallo Nero laut krähen


Doch, Freunde, ich kann mich an sich sehr gut auf meine Nase, meinen Gaumen und mein Gefühl verlassen.

Chianti Bona aestimare
Und doch kommt jeder Wein, den ich für meine Selektionen in Betracht ziehe, mehrmals genau unter die Lupe - oder eben ins Glas. Oft werden die Weine über Tage beobachtet, unvakumiert bei Zimmertemperatur.

Santo Stefano - seit Jahren ein verlässlicher Wert in meinem Keller - hat ja im Jahrgang 2011 die erste Gran Selezione produziert. Schon in Greve in Chianti vor Ort probiert und genossen in - A night at Santo Stefano. Der Wein mit dem schwarzen Hahn - Gallo Nero - aus Einzellage mit 48 Monaten-Barrique-Ausbau in der schönen Flasche wieder im Genusstest:

Santo Stefano - Chianti Classico Gran Selezione 2011 DOCG - Italien

Chianti Santo Stefano Bona aestimare
Nach dem Öffnen toll, lässt Klasse erkennen. Noch etwas verhalten. Dann innerhalb einer Stunde einfach ein reiches rotbeeriges, vielschichtes Bouquet. Grossartig. Da käme ich blind nicht wirklich auf einen Chianti. Eine Anlehnung an einen Top-Kalifornier kommt auf. Finesse, Eleganz,, viel feine, dichte Fruchtsüsse.

Stunden später verschliesst sich der Wein. Passiert oft bei "jungen" Weinen. Da zeigen sie sich verhalten. Einen Tag später voll da mit anderen Noten. Die Struktur enorm gut, dicht gewoben. Die Tannine da und für die Kraft sehr fein und elegant. Die Noten dunkel, schwarz. Wachholder, Oliven, Leder, Tabak, Balsamico, schwarze Beeren, Pflaumen, Gewürze.

19-19.5/20 BAP mit Potenzial 19.5+ und weiterer schöner Entwicklung. Am Anfang der Trinkreife bis 2025.

Da ist Santo Stefano ein grosser Wurf in einer kleinen Produktion gelungen. Von den zweitausend Flaschen sind ein paar schon von verflossen und von mir genossen. Ich überlege mir einen schönen Teil dieser Flaschen in den Keller zu legen. Wer will auch davon?

Weingenuss by Bona aestimare

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